Gridfinity-Einsatz aus einem Foto

Zangen, Schraubendreher, Messschieber oder Kopfhörer: Für Dinge mit unregelmäßiger Form macht Gridmint aus einem einzigen Foto einen passgenauen Gridfinity-Einsatz. Du legst die Teile auf ein A4-Blatt, fotografierst von oben, und die Konturen werden automatisch erkannt – direkt in deinem Browser.

Tipps für ein gutes Foto
Worauf achtenWarum
A4-Blatt auf dunklem UntergrundDas Blatt dient als Maßstab; der Kontrast macht die Ecken leicht erkennbar
Senkrecht von oben, aus etwa 40–50 cmSo bleiben Maße und Formen unverzerrt
Gleichmäßiges Licht, kein BlitzHarte Schatten und Spiegelungen verfälschen die Kontur
Alle Teile ganz auf dem BlattNur was auf dem Blatt liegt, kann genau vermessen werden
Bei hohen Teilen die Höhe angebenGridmint rechnet die Perspektive heraus

Schwierig sind helle oder weiße Teile auf weißem Papier, stark glänzende und durchsichtige Gegenstände. Dafür gibt es Werkzeuge zum Nachbessern.

So funktioniert es

  1. Foto: Im Bereich „Foto“ ein Bild auswählen – am Handy direkt mit der Kamera – oder erst einmal das Beispielfoto testen.
  2. Blatt: Gridmint erkennt das A4-Blatt automatisch. Die vier Ecken lassen sich mit einer Lupe genau nachziehen.
  3. Konturen: Die Gegenstände werden erkannt und lassen sich einzeln an- oder abwählen. Für jeden gibst du Namen, Höhe des Objekts und Tiefe der Aussparung an.
  4. Einsatz: Gridmint erzeugt den Formeinsatz und wählt die Größe automatisch. Anordnung (wie fotografiert oder platzsparend), Behälterhöhe, Rand, Stapelrand und Unterseite kannst du anpassen.

Danach setzt du den Einsatz in deine Schublade ein, bearbeitest ihn im Behälter-Designer weiter oder öffnest ihn direkt im Slicer.

Nachbessern, wo die Erkennung nicht reicht

Nicht jedes Foto ist perfekt. Mit dem Zauberstab fügst du Bereiche hinzu oder entfernst sie, mit dem Lasso zeichnest du frei, und mit „Kontur ziehen“ fasst du eine Linie an und verschiebst sie. Zoom hilft bei feinen Details.

Passform: Tiefe, Spiel und Griffmulden

Bei sauber gesetzten Ecken und flachen Teilen liegt die Genauigkeit im Bereich von etwa einem Millimeter. Für den ersten Versuch lohnt sich ein flacher Probedruck.

Mehrere Fotos, Bibliothek und Export

Passt ein Set nicht auf ein Blatt, sammelst du die Teile mit „Merken & weiteres Foto“ aus mehreren Aufnahmen. Gridmint ordnet sie danach platzsparend in einem Einsatz an. Jedes einzelne Teil muss dabei auf ein A4-Blatt passen.

Über das Lesezeichen speicherst du einen Umriss in deiner Werkzeug-Bibliothek. So landet derselbe Schraubendreher später ohne neues Foto in jedem Einsatz. Die Umrisse lassen sich außerdem 1:1 als SVG oder DXF exportieren, mit getrennten Ebenen für Werkzeug, Aussparung, Griffmulden und Innenraum – etwa für Lasercutter, Schaumstoffeinlagen oder ein Schattenbrett für die Werkzeugwand.

Dein Foto bleibt bei dir

Die gesamte Auswertung läuft in deinem Browser, auch die KI-Erkennung. Das Modell (einmalig etwa 25 MB) wird von gridmint.net geladen und danach im Browser gespeichert. Das Foto wird nirgendwo hochgeladen. Wer möchte, schaltet die KI-Feinerkennung ab und nutzt die klassische Konturerkennung.

Einsatz aus Foto erstellen

Häufige Fragen

Brauche ich ein A4-Blatt?

Ja. Das A4-Blatt dient als Maßstab, damit Gridmint die echten Maße berechnen kann. Andere Papierformate erkennt Gridmint nicht.

Kann ich ein langes Werkzeug aus mehreren Fotos zusammensetzen?

Nein. Mehrere Fotos dienen dazu, verschiedene Teile in einem Einsatz zu sammeln. Jedes einzelne Teil muss auf ein A4-Blatt passen.

Wird mein Foto hochgeladen?

Nein. Das Foto wird nur in deinem Browser ausgewertet, auch die KI läuft lokal.

Passt auch dazu

Gridfinity ist ein offener Standard von Zack Freedman. Gridmint ist ein unabhängiges, Gridfinity-kompatibles Werkzeug.